Operational Transfer pricing. 
Einführung in neues Terrain. Von Dr.-Ing. Frank Schöneborn.
 
 

Operational Transfer pricing

Operatives Transferpreismanagement umfasst die konzernweite Implementierung und laufende Umsetzung bzw. Überwachung der Vorgaben der Steuerabteilung zum Transfer pricing

Es startet mit der Etablierung einer entsprechenden Organisation, der Ausarbeitung der notwendigen abteilungsübergreifenden Prozesse und dem Einrichten entsprechender Systeme zur Datenanalyse. Es schließt neben der zentralen Steuerabteilung als initiierende Einheit die Rechnungswesen und Controlling-Abteilungen, die lokalen Finanzorganisationen in den Konzerngesellschaften sowie insbesondere auch Vertriebs- und Supply-Chain-Organisationen ein.

Die Kernaufgabe des Operational Transfer pricing besteht fortlaufend und zeitlich nicht begrenzt in der Umsetzung der vorgegebenen Verrechnungspreisgrundsätze und Vorschriften auf operativer (Geschäftsvorfall-)Ebene über alle Konzerngesellschaften hinweg. Im Tagesgeschäft besteht operatives Transferpreismanagement in der zielgerichteten flächendeckenden Ermittlung, Festsetzung und Aktualisierung der Transferpreise inklusive der Einspielung der Daten in die Systeme der Konzerngesellschaften einschließlich der Kommunikation an alle Schnittstellen. 

Operational Transfer pricing verantwortet die aktive kontinuierliche Überwachung der finanziellen Ergebnisse der Gesellschaften und leitet aus den durch Abweichungsanalysen gewonnenen Erkenntnissen korrigierende Maßnahmen ab. Verrechnungspreisanalysen der Steuerabteilung werden mittels adäquater ggf. noch einzurichtender Berichtssysteme datenseitig unterstützt.

Quelle: Schöneborn, F.  (2013): Operational transfer pricing. In: DER BETRIEB, 2013. Nr. 51/52, S. 2872-2873.